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Surfbericht von Bruno; September 2017

Süd-West in La Tène (Neuenburgersee)

Wir schreiben bereits September und von meinen Surfberichten blieben die eifrigen Leser in diesem Jahr noch verschont. Da wir aufgrund von unserem Umbau zu Hause, noch keine Zeit hatten dem Wind hinterher zu jagen, bleiben die wenigen Sessions in der Schweiz. Abgesehen von etwas Bise im Frühling und einem Hammertag im Sommer am Murtensee liessen die Surftage auf sich warten. Für den 9. 9.17 war eine echte Regenfront vorausgesagt. So war dieser Samstag fix in meiner Agenda eingeplant. Ich fuhr früh morgens los, um den Peak rund 11.00 Uhr nicht zu verpassen. Dies hatten sich so diverse andere Verdächtige auch gesagt, in La Tène war also Einiges los. Nur der Wind ärgerte die früh Aufgestanden an Ihrem Vorhaben, schafften es doch nur ein paar schlappe Böen bis in die Buch von La Tène. Nach der morgendlichen Warterei, setze der Wind um circa 11.30 Uhr doch noch ein. Das 5.4er passte perfekt mit dem 98Liter-Board, der Wind wurde von böig zu konstant. Eine kurze Pause später riggte ich auf 4.7er runter und fuhr noch eine zweite Session. Mit dem Herbst, ist die wohl beste Surfzeit angebrochen, die Wassertemperaturen sind noch angenehm und die Windtage werden zahlreicher.

Ich hoffe wir können noch einige Südwest- oder Bise-Tage im Seeland geniessen, bevor der Winter Einzug hält.          

 Hang Loose: Bruno 

     
Caro und Bruno auf Reisen… 

Teil 1: Telegramm Frankreich 

Nach zwei sehr abwechslungsreichen und geselligen Wochen mit den Surfclüblern auf der ile de pecheur ging unsere Reise los. Wir konnten noch ein paar überzählige Sachen nach Hause geben und stellten von nun an auf Campingbetrieb um. Aufgrund der guten Trami-Prognose, blieben wir noch eine weitere Nacht in La Franqui. Am Samstag checkten wir gegen Mittag auf dem Camping ein und fuhren so gleich an den Spot in La Franqui. Ziemlich beeindruckend wie die Locals dort mit 3.7er Tüchern aufs offene Meer donnerten, dies bei schrägablandigem Wind. So verliessen wir das Dörfchen Richtung Wesh Center. Dort war der Wind nicht geringer und ebenfalls sehr böig. Aber wir trafen perfekt zu dem Zeitpunkt ein, als Julien Taboulet und Kauli Seadi (3x Wave-Weltmeister) zu einer Sprungsession über ihre selbstgebaute Rampe ansetzten. Die beiden landeten saubere Front- und Backloops. Bruno entschied sich ebenfalls noch das 3.6er auszurollen und zog noch einen guten Surftag bei sehr böigem Tramontana ein. 
Tags darauf entschieden wir uns auf der Durchreise noch den ominösen See im Hinterland abzuklappern, leider war der Trami bereits am Abflauen und es reichte nicht für eine Surfsession. Die Autobahn führte uns weiter Richtung Dune de Pyla unterhalb von Arcachon. Vom Campingplatz konnten wir direkt auf die riesige Düne hoch stampfen. Oben wurden wir von einer kühlen Meeresbrise erwartet. Unzählige Gleitschirmler genossen diese wohl perfekten Bedingungen zum Fliegen, zum Surfen reichte dies aber keineswegs, zu Mal der Wind unten am Wasser viel schwächer war. Am nächsten Tag machten wir noch einen kleinen Veloausflug nach Arcachon.
Da uns der Wind im Stich liess zogen wir weiter nordwärts. Ziel war die Insel ile de Ré, Heimat von Serienweltmeister Antoine Albeau. Auf dem Camping trafen wir auf diverse deutsche Wind- und Kitesurfer, die sich in der Gegend auskannten. Die Prognose war absolut passabel, aber aufgepasst, wir waren nun am Atlantik. Gezeiten müssen beachtet werden, Wellen sind höher und kräftiger. Kurzgesagt sind die Bedingungen nun eine Prise kerniger. Bevor der Wind einsetzte besuchten wir einen Leuchtturm mit super Aussicht am Diamond Head. Danach hielt Bruno nichts davon ab, mit 4.7 / 78l in La Couarde aufs Wasser zu gehen. Mehr und mehr gewöhnt man sich an den Atlantik, der Surftag wurde demnach erfolgreich beendet. Zwei windlose Tage später, gastierten wir für zwei Nächte im Seglermekka Trinité sur mer. Auch hier waren wir grösstenteils mit den Fahrrädern unterwegs. Wobei wir bei einer Tour an spektakulären Steinen vorbeikamen. Wir konnten diese Faszination an diesen Klötzchen zwar nicht erkennen, aber sie wurden von den Einheimischen gekonnt vermarktet. Entlang der Westküste war unser nächster Halt die Region um Crozon. Die schöne Gegend war ziemlich verlassen und ruhig. Aufgrund des SCGF-Ansurfen, opferte sich Bruno am zweiten Tag und ging aufs Wasser. Kräftige Wellen rollten in die Bucht von Pentrez, der Wind war eher knapp. Mit 5.4 / 84l reichte es durch den Wellenschub, um ein paar Schläge zu surfen.  
Weiter zogen wir nun in die nördliche Finistère. Nach kurzer Irreführung um das Chateau de Morlaix, fanden wir weiter westlich einen Top-Camping direkt am Spot les Amiets. Kurze Zeit später riggten wir 5.4er Tücher auf und gingen aufs Wasser. Die Bedingungen haben aus der Ferne viele entspannter ausgesehen. Für Caro war dies nicht der optimale Einstieg in den rauen Atlantik, sie überliess nach einer kurzen Session die Bucht Bruno. Leider hatte auch er sich mit dem Freestyleboard etwas verpokert. Dennoch war es ein gelungener Surftag. Auch am nächsten Tag war die Windrichtung perfekt Nordost. Wir absolvierten zuerst eine rund zweieinhalb Stündige Küstenwanderung, die uns an Sardinien erinnerte. Danach buchte Bruno noch eine tolle Session mit dem 5.4er und nun dem 84l-Board. 


Teil 2:  Telegramm Cornwall
Nun sind wir mit der Fähre nach Cornwall übergesetzt. Nach der späten Ankunft in Plymouth, hatten wir bei einem Camping einen Nachtparkplatz gefunden, und diesen im Morgengrauen auch bereits wieder verlassen. Wir machten uns nun auf den Weg Richtung Westen, wo wir in Fallmouth das schöne Pendennis Castle besichtigten. Gegen Abend checkten wir in Lizard Point auf Henry’s Campingplatz ein, der eher einem Schrottplatz/Bauernhof glich. Zugleich war er aber sehr amüsant gestaltet, inklusive freilaufenden Hühnern. So langsam wurde uns klar, dass wir es just in eine Ferienwoche der Engländer getroffen haben, die uns nun High Season auf den Campingplätzen bescherte. Bei herrlicher Abendsonne machten wir noch den Foot-Walk zum südlichsten Punkt von England (Lizard Point) und konnten dabei die Ruhe vor dem Menschenansturm geniessen. Weiter zogen wir Richtung St. Ives, dem bekannten Küstenort im Norden von Cornwall. Auch hier hiess es, sonniges Wetter, Bank Holidays, überteuerte Campingplätze. Dennoch unternahmen wir eine schöne Küstenwanderung, zuerst durch Kuhweiden, dann den Klippen entlang bis nach St. Ives. Das Wetter war bis anhin sehr gut, so entschlossen wir uns, das bekannte Land`s End zu besuchen. Da wir auf dem Abzocker-Touri-Parking nicht glücklich wurden, fuhren wir nach Sennen, um von dort nach Land`s End zu wandern. 

Nun wurde es aber langsam Zeit, wieder mal ein Segel auszurollen. Als endlich eine orange Windguru-Prognose erschien, düsten wir an den Stithians Lake mitten in Cornwall. Der kleine See wird von vielen Wassersportlern genutzt und verfügt über Campingplätze, Aufriggwiesen sowie einem Pub. Mehr oder weniger zufällig trafen wir auf einen Freund von Bruno und surften mit ihm den ganzen Nachmittag. Der Wind blies ziemlich böig für 4.7er Segel, wir wasserten 98l / 104l Boards. Für Caro war dies ein super Spot, um nach den anspruchsvollen Bedingungen in der Bretagne, eine tolle Session ins Gepäck zu nehmen. Ein gemütlicher Surftag ging mit einem Abendessen im Pub zu Ende. Tags darauf genossen wir eine «Führung» von Bruno`s Freund durch die Wellenreiter-Stadt Newquay. Ein wenig unter Zeitdruck verliessen wir das pulsierende Newquay, und hielten unterwegs in Cheddar für eine Übernachtung. Via City-Stop in Bath fuhren wir in Wales ein. Hier gönnten wir uns einen Tag ohne Ausflüge und nutzten stattdessen das schöne Wetter, um unseren Inhalt der vollen Wäschesäcke mal über das Waschbrett zu ziehen. Die Zeit in Cornwall verging wie im Flug, daher hiess es am nächsten Tag: weiter nach Fishguard und ab auf die Fähre nach Irland!                                                                                                                        

Teil 3: Telegramm Irland 

Pünktlich legte die Fähre nach einer ruhigen Überfahrt in Rosslare an. Zu unserem Erstaunen hatten die Iren schönes Wetter und ebenfalls Bankholidays an diesem Wochenende. Wieder voll ins Schwarze getroffen! Naja, lange wollten wir sowieso nicht im Osten bleiben und der Dublin-Abstecher wurde bis auf Weiteres vertagt. So zogen wir bereits am nächsten Tag weiter, um den Südwesten der Insel zu erkunden. Anstelle der grösseren Stadt Cork entschieden wir uns, Cobh zu besuchen. Dort war die letzte Anlegestelle der berühmten Titanic vor dem Untergang. Das Museum war sehr interessant und der Holzsteg, oder seine Überreste, sind noch in unverändertem Zustand vorhanden. Danach wollten wir weiter Richtung Süden ziehen, aber irgendwie lockte die Gegend uns nicht an. Also kurz auf einem Camping eingecheckt, und dann im Nachbardorf einkaufen. Leider war die Strasse zu schmal für zwei linksgelenkte Camper. So suchten wir und die deutsche Lenkerin kurze Zeit später die Überreste unserer Aussenspiegel auf der Landstrasse zusammen. Mit einem provisorischen Spiegel am Bus, zogen wir weiter nach Killarney. Bekannt für den Nationalpark und die Golfplätze bietet diese Umgebung viele Touren für Wanderer und Radler, und eine Seat-Garage für Ersatzteile. Wir wanderten zum Torc-Wasserfall und bestaunten die Muckross-Abbey, bevor wir weiter auf dem Ring of Kerry und Wild Atlantic Way zur Dingle-Halbinsel vorrückten. Beide Wege werden als Panoramastrasse angepriesen und bietet zum Teil sehr landschaftlich schöne Abschnitte. 

In Castlegregory hatten wir uns vorgenommen die Surfboards wieder mal aus dem Bag zu ziehen. Die ersten Tage war das Wetter eher durchzogen und wir besuchten in Dingle ein grosses Fischaquarium. Da noch immer kein Wind in die Bucht zog, klapperten wir die Spots mit dem Fahrrad ab. Aufgrund der Low-Tide konnten wir die gesamte Brandon Bay durch den Sand fahren, und waren weitgehen die einzigen Strandgänger (-fahrer). Als endlich Wind aufkam, genossen wir einen entspannten Surftag mit dem 6er Segel in der Scraggane Bay. Tags darauf zog die vorhergesagte Sturmfront eher mässig durch, und Bruno surfte mit dem 4.7er bei total verhangenem Wetter eine Session bevor wir die Weiterreise antraten. 

Im County Clare erwarteten uns die vielen Klippen, die Irland so bekannt machen. Mit einem Local-Tipp in der Tasche steuerten wir Kilkee an. Was in keinem Reiseführer beschrieben war entpuppte sich als absoluter Treffer. Wenig Touristen, keine Parkgebühr dafür atemberaubende und frei zugängliche Klippen wie auf der Postkarte. Sehr schöne Momente zum Geniessen, danach fuhren wir die weltbekannten Cliffs of Moher an. Hier hat Vermarktung nicht Halt gemacht, aber auch dieser Küstenabschnitt ist absolut sehenswert und man kann kleine Fusstouren unternehmen.
Die Studentenstadt Galway war unser nächstes Ziel. Klein aber fein und ein guter Kontrast zu den schönen Landschaften in Irland. Durch die Autobahn ist Galway sehr gut mit Dublin verbunden, somit entschieden wir uns per Fernbus doch noch unseren Besuch in der Hauptstadt nachzuholen. Ein Tag reichte perfekt aus, um die Innenstadt von Dublin zu Fuss zu erkunden, und nachmittags das obligate Pint in der Temple Bar bei Livemusik zu geniessen.

Genug vom städtischen Treiben verschlug es uns nach Achill Island. Die Insel kann via Zugbrücke befahren werden. Vorsicht ist auf der Strasse geboten, hier laufen unzählige Schafe frei herum. Auf Achill Island gibt es traumhafte Natur zu sehen, viele Surfschüler (Wellenreiten) und raues Wetter. Nach einer verregneten Wanderung zu den diesmal höchsten Klippen Europas, versuchte sich Bruno in den Wellen am Keel Beach. Böiger Wind und viel Weisswasser bescherten eine lehrreiche Session, mit eher wenig Gleitfahrten dafür vielen Schwimmeinlagen. Etwas überrascht waren wir als der zweite Windsurfer am Spot, uns später auf dem Camping besuchte, um ein wenig über die Session zu plaudern. Bob hiess der freundliche Ire, der sein Geld als Taxifahrer in Dublin verdient. Als am nächsten Tag der Wind ausblieb, stand eine Velotour über den nördlichen Teil von Achill Island an. Bis auf einige Schafe hatten wir die Strassen für uns. Wieder bei schlechtem Wetter übte sich Bruno mit mässigem Wind am Tümpel hinter dem Camping, bevor er dann doch noch das Meer vorzog. Abends dann wieder eine Überraschung, unser Wurfzelt hatte nun ein Dachfenster und durfte somit die Weiterreise nach Sligo nicht mit antreten.

Nach zwei Übernachtungen in Sligo und eine halbe Nacht in der Hafenstadt Larne war unser Aufenthalt in Irland bereits wieder zu Ende.                                                               Fortsetzung folgt…


Schlussbericht Schottland & Holland

Nach elf Wochen reisen sind wir gesund und munter wieder zu Hause angelangt. Da bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als die letzten drei Wochen in diesen Bericht zu verpacken.
In der britischen Katerstimmung nach dem BREXIT fuhren wir in Nordirland ein, um frühmorgens mit der ersten Fähre nach Schottland zu verschiffen. Aufgrund der frühen Ankunft, liessen wir Glasgow links liegen und fuhren direkt nach Fort William. Dieses schmucke Städtchen ist das Tor zu den Highlands sowie Ausgangsort für viele Touristen und Wandervögel. Wir gastierten auf dem Campingplatz im Glen Nevis. Den berühmten Ben Nevis (höchster Berg von Grossbritanien / 1345m) sahen wir allerdings nur von unten, unsere Ausrüstung war nicht ausreichend und das Wetter sowieso mehr schlecht als recht. An Bruno´s Geburtstag nahmen wir die Gondelbahn auf den Nachbarhügel, vertraten oben ein wenig die Beine bevor das Wetter wie noch so oft wieder „very british“ wurde. Von Fort William aus besuchten wir den berühmten Glenfinnan-Viadukt welcher in den Harry Potter Filmen vorkommt.
Nächstes Ziel war Isle of Skye, eine Insel im Westen von Schottland, die bequem via Brücke mit dem Auto erreichbar ist. Landschaftlich ist Skye sehr schön und dünn besiedelt, leider machte auch hier das schottische Wetter seinem Namen alle Ehre, nur ein sonniger Ausflug an den Neist Point konnte verbucht werden. So rollten wir ein paar Tage später in der Kultstadt Inverness ein. Auf dem Weg besuchten wir bei einer zügigen Bise Loch Ness und das bekannte Urquhart Castle. In Elgin stand dann der Besuch, einer von vielen, Whisky-Destillerien auf dem Programm. Ein sehr eindrucksvolles Familienunternehmen wurde uns präsentiert, dennoch fanden wir unsere Liebe zum Whisky leider nicht. Mit diesem Stop hatten wir so etwas wie den Turnaround geschafft, jetzt ging alles nur noch Richtung Süden. Im Regen vorbei am Dunnoter Castle in Stonehaven, und gleich weiter nach St. Andrews in der Hoffnung auf besseres Wetter. Dies hatten wir dann auch in der historischen Stadt, das erste Mal ein Gefühl von Sommer!
Als letztes Ziel vor der Grenze stand Edinburgh auf dem Programm. Nach kurzem Check auf dem Luxus-Camping entschieden wir uns für die günstigere Variante, Park and Ride, und fuhren mit dem Citybus in der Hauptstadt ein. Edinburgh hat uns sehr gut gefallen und ist für jeden Reisenden sicher einen Besuch Wert. Den letzten Halt auf der „Insel“ legten wir in Bamburgh ein. Das Wetter zeigte sich von der freundlichen Seite und wir konnten mal wieder ohne Regenhose auf das Velo steigen. Im Hafen angelangt, wollten wir uns endlich mal einen Bootstrip gönnen.  Mit einem 20-Plätzer Boot fuhr uns der Captain zu den vorgelagerten Inseln, wo es viele Seevögel und eine grosse Robben-Kolonie aus nächster Nähe zu bestaunen gab.
In Newcastle wartete bereits die Princess Seaways, um uns nach Amsterdam zu schippern. Bei starkem Seegang erreichten wir leicht verspätet das Festland der holländischen Küste. Bruno wollte aufgrund der Windprognose den ersten Tag auf dem Wasser verbringen. Die Wahl des Spots fiel aufgrund der Nähe zu Amsterdam auf Almere Haven. Eher ein City-Spot in der Agglomeration von Amsterdam, der Wind ballerte um so erfreulicher fürs 4.0er und das kleine Brett. Tags darauf erreichten wir mit ÖV das Zentrum von Amsterdam. Die Stadt der Fahrräder und Grachten hat bei uns einen sehr guten Eindruck hinterlassen.
Jetzt hiess es ab nach Brouwersdam für die letzten Tage. Hier sind die beliebtesten Surf-Spots von Holland. Ob Flachwasser oder Welle, rund um den Damm hat es für jeden Geschmack etwas dabei und die Surfgemeinschaft ist sehr gross. Wir zogen gleich bei unserer Ankunft einen guten Surftag ein mit 5.4er/6er Segel. Leider schwächte sich die Strömung am kommenden Tag wieder ab. Die Region bietet sehr viel Abwechslung und ist auch perfekt zum Velo fahren. Brouwershaven ist rund 800km von zu Hause entfernt, somit war dies hoffentlich nicht unser letzter Besuch in Holland.

Fazit: Es war eine wunderschöne Reise mit sehr vielen schönen und unvergesslichen Erlebnissen und Eindrücken.  Wir freuen uns bereits jetzt auf unsere nächsten Abenteuer!

Caro & Bruno 

Porto Pollo, Sardinien

Wieder einmal standen die Herbstferien vor der Tür, und die Entscheidung wohin die Reise gehen soll, war nicht ganz einfach. Aufgrund der Tatsache, dass in vielen Läden schon beinahe Weihnachtsbäume gehandelt werden entschieden wir uns Richtung Süden aufzubrechen. Leucate, Toskana oder Sardinien? Egal die Windprognose war überall nicht berauschend, zu schön war das Wetter über Europa. So nahmen wir die rund 17-stündige Reise nach Sardinien in Kauf, dort gibt es ja auch an windlosen Tagen viel zu erleben. Am Feitag früh angekommen, checkten wir auf der Isola dei Gabbiani ein. Der Campingplatz wurde dieses Jahr im kleineren Rahmen wieder eröffnet. Nach dem Zeltaufbau konnten wir tatsächlich direkt vom Platz aus mit dem 5.4er ein paar erste Gleitfahrten absolvieren, ehe der Wind wieder einschlief. Für Caro war dies ein sehr gelungenes Comeback nach ihrer Fussverletzung. An den folgenden Tagen war das Wetter eher durchzogen und wir vergnügten uns mit Stand up paddeln, Joggen oder machten kleine Ausflüge. Als der Wind gegen Wochenmitte doch noch auf Ponente ( West ) drehte, hatten wir einen super Tag beidseits der Halbinsel. Mit Segel um 4.7m2 surften wir in kleinen Wellen sowie absolutem Flachwasser. Ende Woche stellte der Wind wieder auf Grecale ( Nordost ) um. Bei genügend Druck können in der Bucht von Porto Pollo auch sehr gute Bedingungen vorherrschen. Am letzten Tag konnte ich sogar das 78Liter-Board mit dem 4.7er einwassern und den nicht alltäglichen Wind voll auskosten. 
Insgesamt hatten wir eine sehr abwechslungsreiche Zeit in Sardinien. So schlenderten wir an einem windfreien Tag durch die Gassen von Olbia, oder versuchten die leider bereits geschlossene Festung von Palau zu erkunden. Die Umstellung auf Winterzeit machten uns ein wenig zu schaffen, man ist sich aus den Ferien nicht gewohnt, dass die Sonne bereits um 18 Uhr die Fensterläden dicht macht. 

Hang Loose:  Bruno & Caro

 

Hammer-Weekend 

Nach dem Pesche auf der Homepage wieder einmal in Erinnerung rief, das wir auch in der Schweiz gute Bedingungen erleben dürfen war ich schon fast frustriert. Hatten wir doch in der Heimat diese Saison noch recht wenig gute Windtage, schon gar nicht am Wochenende. Als ich dann wegen meiner Dienstpflicht in grüner Kleidung, die ersten Süd-West- Stürme sowie auch das beliebte Absurfen verpasste, drohte meine Surfausrüstung zu verstauben. 

Am letzten September-Wochenende packte Caro, die leider verletzungsbedingt noch pausieren muss, den VW-Bus und wir fuhren nach Yvonand an den Neuenburgersee. Dort erlebten wir ein top Wochenende. Samstags frischte die Bise flott auf und es reichte zum Gleiten mit 5.4er/104l. Kurz nach dem Mittag konnte ich sogar knapp 20 Minuten auf das 84l Brett wechseln. Nach einem gemütlichen Abend mit Raclette vor dem Bus, zeigte sich die Bise am Sonntag von der besten Seite. Die Wolken lösten sich schnell auf und der Wind beschleunigte über den ganzen See. Unterdessen war auch Jüre eingetroffen und wir riggten wiederum 5.4er Tücher auf. Der Spass mit den 105er-Bretter war kurzum vorbei. In den relativ hohen Dünungswellen die sich über dem See auftürmten mussten die Wave-Bretter her. So genossen wir einen richtigen Super-Tag mit 5.4er Segel und 84Liter respektive 88Liter Brett. 

Das war wirklich ein Hammer-Weekend, und es zeigt uns auch, dass wir unweit von zu Hause schöne Windsurf-Bedingungen vorfinden. Ich hoffe wir erleben in diesem Herbst noch viele solche Tage, die unseren Sport so einzigartig machen. 

Hang Loose: Bruno & Caro 

Ferienbericht von Caro und Bruno Sommer 2015 

Roadtrip Deutschland und Dänemark 

Feucht fröhlich starteten unsere Ferien an der Hochzeit von Anina und Phipsi in Erlangen. Nach zwei eher kurzen Nächten ging die Fahrt weiter nach Hannover. Dort verbrachten wir zwei weitere Nächte mit Familienbesuch, Stadtbesichtigung und Tischtennis spielen. Richtig, Tischtennis! Schlussfolgerung: kein Wind und eine Hitzewelle übernahm das Zepter in Europa. So machten wir uns auf den Weg in die Hansestadt Hamburg, wo wir wieder zwei Nächte, diesmal bei einer Ferienbekanntschaft, logierten. Hier kamen unsere Drahtesel für die Stadtbesichtung zum Einsatz. Das Wetter blieb topp und eine dezente Ostwindlage kündigte sich an. Dies liessen wir uns nicht entgehen, packten unsere sieben Sachen, und setzten unser Glück auf die Stadt Glücksburg. Wie sollte es auch anders sein, natürlich hatten wir Glück und erlebten unsere erste Session an der Ostsee. Ausgerüstet mit 5,4er und 5,3er Segel mit jeweils einem 84 Liter Brett und einem 104er stürzten wir uns in den dichten Verkehr auf dem Wasser. Leider blieb es bei diesem einen Windtag, weshalb wir gezwungen waren, unsere Zelte wieder abzubrechen. Nächstes Ziel: die Insel Romo in Dänemark. An der Nordsee waren die Gegebenheiten komplett anders. Wir mussten uns erstmal mit den Gezeiten auseinandersetzen und uns informieren, wann den nun Flut und Ebbe sein soll. Die bevorzugten Windrichtungen Nordwest – Südwest entstehen durch Tiefdruckgebiete über dem Atlantik. Das Glück stand wiederum auf unserer Seite und es bahnte sich ein Sturmtief an. Im Gegensatz zu anderen Schön-Wetter-Winden ist hier das sogenannte Schiet-Wetter angesagt. Mit dem Auto auf den Strand, soweit nach vorne wie es die Flut zuliess. Jedoch wären wir keine richtigen Touristen, wenn wir unseren Bulli nicht ein einziges Mal im Sand eingebuddelt hätten. Caro am Steuer die Ruhe selbst, Bruno am Schieben und Fluchen wie noch nie, war der Bulli im Nu auf sicherem Boden. Der Wind bereitete bei Bruno wieder gute Laune und Brett plus 5,4er Segel wurden bereit gemacht. Nach einem längeren Fussmarsch mit dem Material erreichte Bruno, etwas erschöpft, das Wasser. Erfolgreich bezwang er die Nordsee und war sichtlich erfreut. Angespornt von Bruno stürzte sich auch Caro in die See. Leider etwas weniger erfolgreich. Nach einer Minute Fahrt geschah es... Eine Welle, eine Böe und Caro landete unsanft im Wasser. Resultat: Auftreten auf dem linken Fuss war nicht mehr möglich. Per Huckepack ging es in eine „Klinik“, wo ohne Röntgen und Behandlung festgestellt wurde, dass keine Fraktur bestehe. Dennoch konnte Caro weiterhin nicht auftreten, so wurden Krücken in einer Apotheke gekauft. Am nächsten Tag ging die Fahrt weiter nach St. Peter Ording mit einem Unterbruch in Husum in einer weiteren Klinik. Endlich wurde geröntgt, leider weiterhin keine wirkliche Untersuchung, auf dem Röntgenbild nichts festgestellt, und wir wurden wieder weggeschickt. Diagnose: Stauchung und evtl. Bänder gerissen. Möglichst wieder belasten, das brauche seine Zeit. 

St. Peter Ording wurde nun mit Krücken bepackt mit dem Velo erkundet. Dabei haben wir diverse unbequeme und lustige Fahrvarianten ausprobiert. Am nächsten Tag suchten wir einen geeigneten Spot zum Surfen für Bruno, dies erwies sich als gar nicht so einfach. Unendliche Strände und Watt, keine Möglichkeit das Surfmaterial nach vorne zu bringen, da der Wind mit Sturmstärke Onshore reinballerte. Die Flut war jeweils um 6.00 Uhr morgens und kam gegen 18.00 Uhr wieder. Von den Einheimischen hörten wir, dass es am Besten ist, wenn man jeweils zwei Stunden vor und nach der Flut surfen geht. Bruno suchte sich via Spotguide einen Spot in der Nähe raus, wo es hinter dem Deich ein Becken in der Grösse von 150 x 400m zum Surfen gab. Dort versuchte er sein Glück mit dem 4er Segel und seinem 78 Liter Tabou. Die Windrichtung war natürlich exakt so, dass er leider auf der kürzeren Seite fahren musste und es entstand ein guter Lerntag für Manöver, da diese jeweils nach 140 Metern wieder zum Einsatz kamen. 

Der letzte Reisetag brach an und ein weiterer, von Gezeiten unabhängiger Spot wurde angesteuert. So rollten wir am bekannten Meldorfer Speicherkoog an. Dieser entpuppte sich als geniales Revier für Caro, leider hatte diese ja nichts davon. Sie liess also ihr Material fahren. Bruno ausgerüstet mit 6,1er Segel und 104 Liter Brett rauschte über das Flachwasser und hatte einige „Regetelis“ mit den nordischen Surfcracks. Hierbei musste er den Sieg wohl einem deutschen Local überlassen. Na ja der kannte den Spot ja auch wie seine Westentasche. (...Bei Hack in Leucate würde Bruno ihn wohl locker verhobeln...)

Gegen 17.00 Uhr hatte Caro dann endgültig die Schnauze voll vom Zuschauen und wir nahmen den Heimweg unter die Räder. Zuerst mitten durch Hamburg dann rund 1100 Kilometer Autobahn und schon ist man wieder in der Heimat.

Fazit: Trotz Unfall war es eine schöne Reise durch schöne Landschaften und Städte, welche wir noch nicht kannten. Die Ostsee hat uns etwas besser gefallen als die Nordsee, da die Surfbedingungen ohne das Beachten der Gezeiten einfacher waren. 

Am Montag konsultierte Caro dann doch noch ihre Hausärztin, diese schickte sie sofort zum CT wobei heraus kam: FersenbeinBRUCH, sechs Wochen Gips, drei Monate bis es komplett geheilt ist!!! Na toll...                Caro & Bruno  im Juli 2015

Osterhack in Leucate (mit Stefu) 

Die Surfsaison möglichst früh mit maximalen Wind einläuten, das war dieses Jahr das Ziel von Stefu und mir. Dazu eignete sich für uns Vollzeit-Büetzer, die Ostern mit den Feiertagen am Besten. Aufgrund der dauerhaften Tramontana-Phase im März entschieden wir uns das Ganze etwas nach vorne zu schieben um nicht erst bei Flaute am Spot einzutrudeln. 

So fuhren wir pünktlich am 1. April gegen 14.00 Uhr in Leucate ein. Bereits auf der Autobahn hatte jeder ein Grinsen im Gesicht und war mit Lenkkorrekturen mehr als beschäftigt. Nach dem einchecken auf dem Campingplatz fuhren wir Richtung Norden zum Spot Le Goulet. Schliesslich im Neopren und mit Brett unterem Arm entschieden wir uns die erste Session nicht hier auszutragen. Flugwasser, fliegende Surfbretter und Familien die zu dritt ihr eingerolltes Segel zum Beach trugen, zeugten davon dass der Trami an der 10 Beaufort-Marke kratzte. Wir gingen zurück in die Schweinebucht und bauten unsere 4er-Segel auf. Anfangs noch ein wenig überpowert wurden die Bedingungen immer besser und wir gewöhnten uns an den kalten, starken Wind aus Nordwesten. Die 4er-Segel waren auch in den kommenden Tagen am meisten im Betrieb. Am Karfreitag riggten wir zeitweise sogar 5er- und 6er-Tücher als der Trami ein wenig nach liess. Genau zum Oster-Wochende legte der Wind aber wieder ein Brikett nach. Von 4.7er-Segel bis unfahrbar mit dem 4er konnten wir die guten Bedingungen voll auskosten. Während zu Hause schönste Spuren in den Pulverschnee gezogen wurden hinterliessen wir unsere Spuren im Salzwasser des Etangs. So hatten wir bis und mit Ostersonntag beste Bedingungen für kleinstes Material. Die Elektro- und Dieselheizungen unserer Camping-Busse liefen ebenfalls jeden Abend auf Vollbetrieb. Denn solange in den Pyrenäen noch Schnee liegt bringt der Tramontana auch sehr kalte Luft mit sich, das Ganze wird aber mit meistens viel Sonnenschein kompensiert. Montags gönnte sich der Wind eine Pause, was uns nach diesen stürmischen Tagen auch gelegen kam. Bereits schon am nächsten Tag zogen wir die erste Marin-Session beim Teleski ein. 

Für mich war dies auch die letzte Session dieses Trips, da mich die Arbeit wieder in die Schweiz rief. Stefu setzte noch zwei gute Marin-Tage drauf bevor er auch in die Heimat zurück fuhr. Insgesamt hatten wir mit einem einzigen Flautentag die ganze Zeit super Wind erwischt. Da kann man schon mal drüber hinwegsehen das die Duschen auf dem Camping erst ab Wochenmitte richtig warm wurden. 

Hang Loose:  Bruno 

Bruno & Caro's Reisebericht:    Süden Herbst 2014

Die nie endende Jagd nach Wind war auch in unseren etwas längeren Herbst-ferien das Ziel. Vor der Abfahrt wurde uns jedoch auf sämtlichen Wetter-modellen die gleiche, ausgeglichene Druckverteilung über nahezu ganz Europa gezeigt. Wer jetzt ein Bericht über die zwei-Wochen-Trami-Lage, oder den langanhaltenden Mistral-Sturm lesen will, wird in den nächsten Zeilen womöglich enttäuscht. 
So begannen wir unsere Ferien an der französischen Riviera der Cote D`Azur. Über die ligurische Küste gelangten wir in das Reich der teuren Yachten und schnellen Autos. Nach dem Besuch der Städte Antibes und Cannes machten wir per Zug einen Abstecher nach Monaco. Gerade der Wahnsinn war der Besuch beim Fürsten nicht, um so grösser war die Ernüchterung, dass unsere Fahrräder in der Zwischenzeit unfreiwillig den Besitzer gewechselt haben. Nach kurzen Versicherungsmeldungen, machten wir uns Richtung Süden aus dem Staub. Eine schwache Trami-Prognose zog uns ins Gebiet der Windräder und Salzwasserseen. 
Wir entschieden uns dieses Mal in La Franqui zu campieren. Die kleine Ort-schaft am Fusse des Cap Leucate ist sehr schön und lädt zum Verweilen ein. Auf dem endlosen Strand toben sich die, mit Surfrigg bestückten, Strandbuggys aus. Zu unserem Glück frischte der Tramontana stärker auf als erwartet. So genossen wir in Le Goulet die ersten beiden Surftage mit 6er sowie 5.3er Tüchern. Luft- und Wassertemperatur liessen sogar eine Session in Badehose und Lycra zu. Aufgrund der anhaltenden schwachen Druckverteilung, zogen wir nach Spanien weiter. 
Ostwetterlage sowie schönes Wetter waren für Rosas vorhergesagt. Eigentlich sollte in diesem Fall jetzt die lokale Thermik zum Zuge kommen. Doch anstelle von Wind, verdichteten sich am späteren Nachmittag jeweils die Wolken und am Abend oder in der Nacht setzte Regen ein. Irgendwie wurden wir in Spanien nicht wirklich glücklich, so schön dieser Spot auch ist, müssen auch hier die Faktoren zusammen passen. Für die kommende Woche war wieder Ostwind prophezeit, so zogen wir zurück nach Leucate. Nach einem gemütlichen Frühstück auf der ile de pesceur quartierten wir uns in Port Leucate ein. Die erste Marin-Session surften wir in Coudalere. Im Spätsommer ist dieser Spot jedoch ziemlich von Quallen und Seegras übervölkert. Aus diesem Grund lockte uns der Wind am nächsten Tag zum Teleski in Barcares. An dieser Ecke des Etangs ziehen die Winde aus östlichen Richtungen ganz ordentlich durch und die Parkmöglichkeiten sind sehr gut. Aber auch hier bleibt anzumerken, dass wir dem Wind am kommenden Tag mit Kartenspielen und dem Konsum von alko-holhaltigem Hopfengetränk ein wenig nachhelfen mussten. Trotzdem gab es noch eine schöne Abendsession. 

Nach einem Besuch im Africane Resort in Sigean, entschieden wir uns für die letzten Tage nach Hyeres zu reisen. Durchzogenes Wetter und starker Ostwind standen auf dem Programm. Wir checkten am nachmittag gemütlich auf dem Camping International ein und erkundeten noch die schöne Bucht von Almanarre. Irgendwie fühlt man sich dort fast wie zu Hause, sind doch die Mehrheit der Autos mit Berner Kontrollschilder versehen. Um den Wind ein wenig zu reizen, verzichtete ich beim Aufbau des Vorzeltes auf diverse Sturmseile. So durfte ich um circa fünf Uhr morgens aus den Federn um das ganze Zelt vor dem Abflug zu bewahren. Die vorhergesagte Levante frischte also bereits in der Nacht ziemlich stark auf. Auf der ablandigen Seite der Bucht zog der Wind ziemlich ruppig, aber immerhin stark genug für das kleine Brett. Dennoch genossen wir auf dieser Speedpiste den letzten Surftag unserer Fe- rien. Die Windausbeute war in den knapp drei Wochen nicht sonderlich gut aber trotzdem war es eine abenteuerliche und schöne Reise durch den Süden Europas.

Hang Loose:  Bruno und Caro

Reisebericht von Bruno und Caro: Leucate 2014  

Knapp drei Monate nach unserem Sardinien-Trip war es wieder soweit. Diesmal hatten wir nur eine Woche Zeit, um guten Wind zu finden. Aufgrund der schlechten Wettervorhersagen für den Comersee und Holland, entschlossen wir uns den Weg ins bestens bekannte Leucate unter die Räder zu nehmen. 
Nach einem Zwischenhalt in Sugiez mit feinem Nachtessen, verliessen wir die Heimat am Samstag um circa 2:30 Uhr. Auf diese Art konnten wir dem Reiseverkehr grossteils entkommen. Am morgen trafen wir uns mit Stephan Schurink auf dem Parkplatz der „Schweinebucht“. Der Tramontana baute sich langsam auf. Während Stephan bereits die ersten Gleitfahrten machte, fuhren wir zum Einkaufen und checkten auf dem Campingplatz ein. Unterdessen nahm der Wind zu und wir konnten am späteren Nachmittag noch mit dem 5.4er die Surfferien richtig einläuten. Sonntags fuhren wir nach Le Goulet, an den nördlichsten Spot am Etang. Hier weht der Trami am frühsten und wahrscheinlich auch am stärksten. Dieser Spot ist sensationell, dort befindet sich auch das Naish-Center von Julien Taboulet und vor Ort sind genügend Parkplätze vorhanden. Wir surften wieder mit dem 5.4er bei traumhaftem Wetter.  
Den ersten Ruhetag gab es am Montag mit Regen. Was darauf schliessen liess, dass der Tramontana am Dienstag zu seiner Bestform auflief. Wieder in Le Goulet hatten wir nahezu perfekte Bedingungen für die kleinen Bretter und Segel von 3.6 - 4.7 m2. Aus meiner Sicht war das der beste Tag der ganzen Woche. Als wir uns auf nachlassenden Wind einstellten, wurde uns am Mittwoch ein überraschendes Bild geboten. Da setzte doch der Trami noch einen drauf, als wir gestern mit rund 35 Knoten Wind gut bedient waren, ballerte es nun mit über 50 Knoten! (Messung eines Surfers). Ich borgte mir das 3.6er von Caro und lieferte mir einen Kampf mit den hackigen Bedingungen. Stephan war mit Prallschutzweste (!) und dem 4.2er Segel ebenfalls dabei. 
Mit besten Freeridebedingungen und 6er Segeln liessen wir den Donnerstag locker angehen. Ein Easywind-Surftag vom Feinsten! Gegen Abend flachte der Wind mehr und mehr ab und so konnten wir im „Wesh-Center“ bei Sonnenschein, noch ein verdientes Bier geniessen. In der Nacht auf Freitag drehte der Wind auf Süd. 
Freitagmorgen hatte Stephan seinen Bus bereits geladen und machte sich gemütlich auf die Heimreise. Caro und ich nutzen den Tag um noch etwas zu relaxen. Wir schauten beim Huraca vorbei und machten unseren alljährlichen Besuch beim Teleski ( Wasserskilift am Etang ). Am nachmittag gingen wir ans Meer zum Baden.
Dieser Sommer-Kurztripp hat sich absolut gelohnt. Wir haben in einer Woche fünf sehr gute Surftage genossen. Dabei gibt es anzumerken das wir Surfboards mit maximal 104 Liter sowie Segel bis 6.3 Quadratmeter ( Stefu 7.2er, er fährt immer eine Nummer grösser! ) im Gepäck hatten.

Hang Loose:  Bruno & Caro  

und hier.... die Bilder 


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