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Surf Foilen am Gardasee vom 16. bis 19. Sept. 2019

Unter dem Motto « etwas Neues versuchen» meldete ich mich zum Surf Foil Camp am Gardasee an. Neustes Naish Foil Material versprachen einen entspannten Einstieg in diese Sportart. 

1.Tag
Am Mittag eröffnete Mike Sliijk vom Shaka Surf Shop mit seiner Begrüssung das Foilcamp. Das Foilen beibringen sollten uns seine beiden Söhne Nicolas und Daniel, unterstützt vom Profi Brian Talma von Naishteam. Vor dem Vergnügen kommt bekanntlich die Arbeit:Foil zusammenbauen und alle Segel aufriggen. Neue Foilbretter mit 125lt oder 145lt, Naish Lift Segel 5.6 und 6.4 m² standen uns zur Verfügung. Bei den ersten Fahrversuchen ging es oft rauf und gleich wieder runter. Schotstart und aufs Brett steigen wie zu Anfängerzeiten. Erstaunlich schnell stellten sich bei allen die ersten kurzen Flugerfahrungen ein. Nach zwei Stunden war bei den meisten die Luft raus und die Muskeln schmerzten. Mit einem oder auch zwei Bier wurden die ersten Erfahrungen ausgetauscht, und der Tag bei einem gemütlichen Abendessen im Ristorante Sottovento bedendet.  

2.Tag
Am frühen Morgen begann das lange Warten auf den Wind. Stephan Gölnitz von der Surf Zeitschrift traf nun auch ein und erkundigte sich nach unserem ersten Foiltag. Erst nach dem Mittag wehte ein laues Lüftchen, und Daniel zeigte dass mit kräftigem Pumpen foilen möglich ist. Somit war Anpumpen und fliegen angesagt. Das bedeutete auch für die Trainiertesten viel Energieverbrauch, kurze Flugphasen, schmerzende Hände und lange Arme. Zwei Stunden erkämpftes Vergnügen. Am Abend trafen wir uns alle noch am Shaka Surfshop zum Apero.   

3.Tag
Schon früh standen die ersten am Conca d`Oro, um bei Vento zu foilen.
Bei Flachwasser über den See zu fliegen war einfach genial. Die wenigen Windsurfer standen hingegen mehrheitlich. Am Nachmittag legte die Ora auf ca. 20kn zu. Aufs Foil zu kommen fiel uns nun leicht. Über die Wellen zu fliegen braucht allerdings neben Hochgefühl auch viel Konzentration. Stephan versuchte vom Boot aus jeden einmal abzulichten.Beim gemeinsamen Abendessen im Segelclub Circolo Vela wurden wir auch kulinarisch verwöhnt.   

4. Tag
Die Prognosen versprachen uns am Morgen früh noch fahrbaren Wind, bevor die Bora einsetzt. In Wirklichkeit liess uns die Flaute bis am Mittag am Ufer bleiben. Zeit für Stephan Gölnitz uns die verschiedenen Foils vorzustellen und alle unsere Fragen zu beantworten. Zum krönenden Abschluss durften wir doch noch mal aufs Wasser, bevor die nächsten Schüler eintrafen.

Fazit: ein gelungener Surfurlaub, Foilen ist eine sehr gute Alternative bei leichtem Wind. Die Stimmung unter den Kursteilnehmer war super. Betreuung ausgezeichnet und für alle, die das auch einmal ausprobieren wollen, mit Anleitung sehr empfehlenswert.

Hang loose: Werner


Der etwas andere Surfurlaub vom 14. bis 21. März 2019 in Abu Soma Bay

Anfang Januar habe ich bei Surf&Action über eine Raceweek mit Vincent Langer in Ägypten gelesen, mir gleich ein Angebot geordert und 2 Wochen später auch gebucht. Laut Beschreibung würde uns jeden Tag mindestens 5 Stunden Theorie und Praxis an Land und auf dem Wasser erwarten.
Am Freitagmorgen lernten wir uns erstmals kennen; 17 Deutsche und 3 Schweizer zwischen 25 bis 65 Jahren. Die Wenigsten begnügten sich mit Mietmaterial von Peter Müller. Die Cracks reisten mit bis zu 3 Boards und 5 Segeln an. Nach kurzer Vorstellungsrunde mit Vincent Langer und Peter Müller war schon der erste Fototermin fällig. Gegen Mittag ging es bei schwachem Wind (12-18 Kn) das erste Mal aufs Wasser. Alle grossen Segel von der Station waren sofort im Einsatz. Ich konnte noch ein 7.7er NP ergattern, mein reservierter JP Supersport 125 hatte schon jede Menge Reparaturstellen und war auch sehr glatt. Also mussten am folgenden Tag meine Surfschuhe mit. Um 15 Uhr stand für die nächsten zwei Stunden Segeltheorie mit Vorliektrimm, Lattenspannung, Camberrotation, Gabelbaumlänge und Höhe sowie die verschiedenen Trimmhilfen an. Der erste Surftag mit vielem Dazugelernten ging zu Ende. Am Samstag war mehr Wind angesagt, (25 - 35Kn) so hiess es Starttraining am Strand nördlich vom Robinsonclub. Peter, von der Surfstation, riet mir zu einem 5.5 er Segel und dem 113er JP Supersport. 40 Min. Kreuzen liess mich als letzter am vereinbarten Spot eintreffen. Sofort wurde die Startprozedur besprochen: Startschuss, Beachstart zur ersten Boje, räumlich um Boje 2,3 und 4. Hörte sich sehr einfach an, wenn nicht das Zurückkreuzen nach Boje 4 gewesen wäre. Der Wind stellte regelmässig ab sobald wir um unsere Positionen kämpften. Nach einer kurzen Trinkpause war dann endgültig Flaute. So blieb uns nur der Rücktransport mit dem Boot übrig. Die geplante Slalomtheorie fiel dem Wind zum Opfer; stattdessen ging es nochmals für zwei Stunden aufs Wasser!!
Der Sonntag begann ziemlich kühl (18 Grad), der Wind hatte die ganze Nacht geblasen. Also hiess es sofort zu unserem Spot nördlich vom Robinsonclub zu starten. Mit Supersport 113 und 6er Segel folgte ich Micha, der sich hier bestens auskannte, zwischen Sandbänken und Riff`s hindurch nahmen wir den kürzesten Weg und waren als erste Vorort. Diesmal mit Start vom Wasser aus, 3 Minuten Schuss und los. Auch heute war der Wind zwischen zwei Läufen immer am besten. Vince hielt sich beim Start etwas zurück, kam jedoch immer als erster ins Ziel. Es ist faszinierend zuzuschauen, mit welcher Leichtigkeit er Tempo aufnimmt und mit einem Lächeln davonzischt. Für eine kurze Mittagspause ging es Vorwind zurück. Auch heute trieb uns der Wind ohne Theorie fast alle wieder aufs Wasser. 
Montag bei 20Kn, 7.7 Segel und mit 10 Schlägen bis zum Trainingsspot war ich bereit für weitere Läufe. Den Nachmittag verbrachten wir mit Theorie, Taktik und Start beim Slalomrennen. Vince zeigte auf, wie wichtig Vorbereitung und Kenntnis der Gegner für einen Erfolg im Rennen ist. Am Dienstag war ein Fotoshooting aus der Vogelperspektive geplant. Leider blies der Wind zu schwach, um den Fotografen mit dem Schirm hochzuziehen. So fuhr ich mit Rainer nochmals in die grosse Bucht, wo uns stärkerer und konstanterer Wind erwartete. Fünf Surfer hatten somit richtig Platz zum Heizen. 3 Stunden und 43 km mit 5 Min. Pause. Ich war froh, dass am Nachmittag nur noch die Videoanalyse stattfand, so konnten meine Hände sich etwas abkühlen. Am Mittwoch warteten wir ab 10 Uhr auf dem Wasser auf unseren Fotografen. Um die Zeit zu verkürzen gab es noch zwei Testläufe fürs anschliessende Race of  Aegypth 2019. Aus den ursprünglich geplanten 5 Rennen wurden leider, mit immer schwächer werdendem Wind, nur 3 Läufe. Die unzähligen Stunden auf dem Wasser liessen uns nur wenig Zeit für Theorie. Also erhielten wir an unserem letzten Surftag noch Einblick in die Geheimnisse der Bords und Finnen.
Fazit dieser Woche: mehr als 150 km und 20 Stunden auf dem Wasser. Viele Bekanntschaften mit sehr guten Surfern und viel Spass. Gutes Essen und angeregte Gespräche am Abend. Gesamtnote sehr empfehlenswert.

Hang loose: Werner

Link zu meinen Bildern                  Link zum Bericht von Vincent Langer


Link zum kurzen Trailer vom Barcarès Trip 2018